Minister Thümler spricht Dank und Respekt für musikalisches Ehrenamt aus

Offener Austausch in Videokonferenz mit dem Niedersächsischen Musikverband e.V.

Hannover/Wingst (rd.) Für die Amateurmusik in Niedersachsen ist die Pandemie eine große Herausforderung. Die gesamte musikalische Sommer- und Herbstsaison ist ausgefallen und durch den erneuten Lockdown sieht es für die normalerweise anstehenden Auftritte in der Vorweihnachtszeit und die folgenden Neujahrskonzerte nicht möglich. Wenngleich momentan niemand an der Situation wirklich etwas ändern kann, helfen moralisch und unterstützend der Austausch und das Gespräch. Der Niedersächsische Musikverband e.V. (NMV) bekam die Gelegenheit,  eine Videokonferenz mit dem Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, durchzuführen, um sich in einem offenen und vertrauensvollen Dialog zur aktuellen Situation auszutauschen.

Rund 30 Teilnehmer, auch aus anderen Verbänden, die sich vor Kurzem zur „Interessengemeinschaft Amateurmusik“ in Niedersachsen zusammengeschlossen haben, nutzten die Gelegenheit, mit dem Minister über Fragen der Wertschätzung, Fördermöglichkeiten, die für die Verbände existentiellen Weiterleitungsmittel sowie die Zukunft der Amateurmusik zu sprechen.

Der Minister zeigte sich in der Konferenz, die vom NMV-Präsidenten Ralf Drossner moderiert wurde, sehr offen und bat um Verständnis, dass die Ausweitung der Corona-Verordnungen um weitere Interessensgruppen wie die Amateurmusik nicht angestrebt wurden, weil die seitenlangen Dokumente eher schlanker und verständlicher werden sollten.

Zu den Weiterleitungsmitteln sicherte Thümler zu, dass die Mittel aus 2020 für die Maßnahmen, die wegen der Pandemie erst 2021 durchgeführt werden, übertragen werden können. Für 2021 gab es aber auch die offene, wenngleich enttäuschende Aussage, dass die bisherigen Weiterleitungsmittel gesichert seien, aber wegen der aktuellen Situation momentan nicht erhöht werden können. In Bezug auf die Gestaltung der sehr umfassenden Weiterleitungsmittelverträge versprach der Minister eine finanzrechtliche Prüfung und sicherte zu, dass die Vereinbarung für die Übertragung der Weiterleitungsmittel von 2020 auf 2021 noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen wird. Diese Aussagen wurden durch den zuständigen Referatsleiter des MWK, Detlef Lehmbruck, der ebenfalls an der Videokonferenz teilnahm, gestützt.

Die Zusammenarbeit zwischen Ganztagsschulen und Amateurmusikvereinen wird vom Ministerium ausdrücklich begrüßt und durch das Programm „Hauptsache Musik“ gestützt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Videokonferenz war die Darstellung der Zusammenarbeit des Ministeriums mit Stiftungen und anderen Förderquellen. In der aktuellen Situation ist es aber leider so, dass die großen Landesstiftungen Bingo-Umweltstiftung und Lotto-Sport-Stiftung für die Belange des NMV ohnehin nicht in Frage kommen und die Stiftung Niedersachsen zwar rund 200 Kultur- und Musikprojekte fördert, sich aber selbst die Beschränkung auf zeitgenössische klassische Musik auferlegt haben. Auch die Klosterkammer Hannover, die von Minister Thümler als potentielle Stiftungsquelle genannt wurde, kommt für die Amateurmusik ebenfalls eher nicht in Frage.

Zum Thema Schaffung von Probenräumen verwies der Minister auf verschiedene Investitionsprogramme, die von Vereinen mit bis zu drei Vollzeitstellen in Anspruch genommen werden können, die in bauliche Maßnahmen oder Veranstaltungstechnik investieren wollen. Weitere Informationen zu einzelnen Projekten dazu können über die Landschaftsverbände oder direkt im Ministerium in Erfahrung gebracht werden.

In der Frage seiner persönlichen Sicht auf die Amateurmusik und ihrer Entwicklung brachte Minister Thümler seinen Dank und Respekt an alle Ehrenamtlichen zum Ausdruck, die gerade in diesen Zeiten in der Verbandsarbeit einen sehr schweren Stand haben. Die Einflussmöglichkeiten der Amateurmusik in die politischen Entscheidungsebenen sind sehr gering. Der Minister ist sich durchaus bewusst, dass die Maßnahmen wie Verbot von Proben und Gruppen-Ausbildungsarbeit für alle Beteiligten noch mal eine besondere Herausforderung sind, aber er ist sehr froh, dass im zweiten Lockdown die Musikschulen nicht komplett geschlossen wurden. Für wenig Verständnis sorgt in der weiteren Diskussion der Konferenzteilnehmer die Abgrenzung zwischen Musikschulen und Musikvereinen für den Proben- und Ausbildungsbetrieb, die im Einzelfall von den zuständigen Gesundheitsämtern zu entscheiden sind und im Zweifelsfall aus den geltenden Kontaktbeschränkungen abzuleiten sind. Auf die Entscheidungen des Gesundheitsministeriums, die die Bundesverordnung auf Landesebene umsetzt, hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur ebenso wenig Einfluss wie auf die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, die autark für sich entscheiden. Gerade die Untersagung der musikalischen Früherziehung im prägenden Kindergartenalter birgt Gefahren, dass sich zukünftig weniger Menschen kulturell engagieren, aber der Schutz der Gesundheit muss aktuell natürlich einen höheren Stellenwert haben.

Die Videokonferenz war insgesamt geprägt von großer Wertschätzung und Respekt vor dem Ehrenamt. Minister Thümler appellierte an alle Anwesenden, in ihrem Engagement durchzuhalten und weiterhin die Musikerinnen und Musiker zu motivieren, am Instrument zu bleiben. Er brachte auch offen zum Ausdruck, dass die aktuelle „Durststrecke“ auch im kommenden Jahr noch einige Zeit andauern wird, bis die entsprechenden Impfungen flächendeckend durchgeführt worden sind.

Kampf gegen Cororona-Virus: Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen verboten

Der Landkreis Stade verbietet zur Eindämmung der Erkrankung Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht wird, alle Veranstaltungen, an denen mehr als 50 Personen teilnehmen.

wappen-web-2016 © Landkreis Stade© Landkreis StadeEine entsprechende Allgemeinverfügung hat Landrat Michael Roesberg am Montag unterzeichnet. Bisher galt eine entsprechende Regelung nur für Großveranstaltungen.

Nun gehen die Fachleute davon aus, dass die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus auch bei kleineren Veranstaltungen ab 50 Personen nicht effektiv verhindert werden kann. Ziel der Verfügung ist es letztlich, die Ansteckung einer größeren Zahl von Menschen zumindest zu verzögern.Die Verfügung gilt für öffentliche und nicht-öffentliche Veranstaltungen. Ein Verstoß gegen die Anordnung kann mit empfindlichen Bußgeldern bestraft werden.

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut

Landes-Delegiertentagung am 14. März 2020 in Buxtehude

Landes-Delegiertentagung am 14. März 2020 in Buxtehude:

Absage wegen Corona
Präsidium entscheidet: Gesundheit geht vor Ehrenamt ­
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Liebe Leser*innen, liebe Musiker*innen,
 
nach intensivem Meinungsaustausch im Vorstand haben wir nun leider beschliessen, die diesjährige Landesdelegiertentagung am 14. März 2020 in Buxtehude-Hedendorf komplett abzusagen.

Das vermehrte Auftreten von Verdachtsfällen im Landkreis Stade, etliche Teilnehmerabsagen aus gesundheitlichen Gründen und mögliche Ansteckungsgefahren durch das CORONA-Virus während einer Veranstaltung auf engem Raum haben uns zu diesem konsequenten Entschluss geführt, um die Delegierten keinen gesundheitlichen Gefahren auszusetzen.

Damit folgen wir der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes, Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen zur Zeit nicht durchzuführen.

Wir warten die Entwicklung ab und hoffen, unsere Landesdelegiertentagung im Verlauf des Jahres durchführen zu können.

Sämtliche mit der Planung und dem Programm befassten Personen zeigen vollstes Verständnis für diesen Entschluss.

Zu den Stornokosten und Erstattungen können wir heute noch keine Aussagen machen.

Wir hoffen auch auf euer Verständnis für diese Maßnahmen.

Mit musikalischen Grüßen
– und bleibt gesund,

 
Ralf Drossner
Präsident NMV

NDR Bericht – Gut für den Kopf: Musik machen im Alter

Musikalische Bildung macht zwar nicht unbedingt schlauer, aber das Musizieren kann strukturelle Veränderungen im Gehirn hervorrufen. Das wirkt sich positiv auf andere Lernfelder aus: durch verbesserte Rechtschreib-Leistung oder beim Erlernen von Sprachen. Prof. Dr. Eckart Altenmüller untersucht diese Effekte an der Musikhochschule Hannover. Dort hat er das Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin gegründet. In seiner aktuellen Studie befasst er sich mit der Frage: Welche Einflüsse kann musikalische Bildung auf das Gehirn im Alter haben? Wir haben das Experiment einen Nachmittag lang mit Senioren begleitet.

Hier der Link zu dem Bericht auf NDR Kultur

Transparenzregister

Die BDMV kann einen politischen Erfolg mitteilen: Die Problematik um das Transparenzregister und das Geldwäschegesetz ist vom Tisch!

Die Thematik sorgte in letzter Zeit für große Unruhe in der Vereinslandschaft. Hintergrund ist, dass der Bundesanzeiger derzeit Gebührenbescheide an Musikvereine für die Veröffentlichung im Transparenzregister versendet, und hierfür eine Gebühr zwischen 2,50 €  und 7,50 € p.a. verlangt.

Wie der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) Paul Lehrieder MdB soeben von Finanzexpertin Antje Tillmann MdB erfahren hat müssen die Vereine die Kosten nicht bezahlen, diese trage der Bund. Paul Lehrieder MdB hatte sich von Beginn an in dieser Sache stark gemacht und freut sich, so schnell einen weiteren politischen Erfolg vermelden zu können: „Es freut uns, dass unsere Bemühungen in dieser Angelegenheit so schnell zum Erfolg geführt  haben und wir die Mehrbelastung und den unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand von den Vereinen abwenden konnten.“

Angebote Lehrgänge / Workshops 2020

Die vorläufige Planung für das Fortbildungsangebot 2020 steht. Neben den Lehrgängen findet auch im nächsten Jahr wieder ein Musikerkongress, wieder in Horneburg statt. Themen und Dozenten stehen noch nicht fest, werden aber rechtzeitig bekannt gegeben.

Auch wollen wir im nächsten Jahr den Schlagwerkern die Möglichkeit bieten, in einer Drumline zusammen zu spielen.

Lehrgänge

Nr. Lehrgang Phase I Phase II Phase III
L1 E-Lehrgang   15. – 16.02.20 07. – 08.03.20
L2 D1-Lehrgang 25. – 26.01.20 15. – 16.02.20 07. – 08.03.20
L3 D2-Lehrgang 25. – 26.01.20 15. – 16.02.20 07. – 08.03.20

Prüfungswochenende für alle Lehrgänge:
Theorie 08.03.2020            Praxis: 21.03.2020

Workshops

Nr. Veranstaltung Termin Leitung Ort
W1 Drumline 29.02.2020 Malte Steiner Stade
W2 Trompetenworkshop 26.09.2020 ? Stade
W3 Workshop „Auswendigspielen“ 31.10./01.11.20 Thomas Gansch (Mnozil-Brass) Stade/Cuxhaven
W4 Drumline 07.11.2020 Malte Steiner Stade

Bezirksspielleute Orchester

Nr. Veranstaltung Termin Leitung Ort
BSO I BSO 21. – 23.02.2020 Marcus Subat Jugendherberge Rotenburg
BSO II BSO 20. – 22.11.2020 Marcus Subat folgt

Für Rückfragen und/oder Anmeldungen zum BSO steht Ihnen Philipp Mertin unter kso(at)kmv-stade.de zur Verfügung.

KMV- Termine

Nr. Veranstaltung Termin Ort
KMV I Delegiertentagung 31.01.2020 Dornbusch
KMV II Musikerkongress 28.03.2020 Horneburg

NMV- Termine

Nr. Veranstaltung Termin Ort
NMV I Delegiertentagung 14. – 15.03.2020 Hedendorf (LK Stade)

Download Termine 2020

Tipps und Tricks in der Neuanfängerausbildung

Am vergangenen Samstag haben sich 7 Interessierte Flötisten und Schlagwerker über Tipps und Tricks in der Neuanfängerausbildung briefen lassen

Dabei ging es um das Thema Neuanfängergewinnung, was mache ich, wenn sie da sind und wie halte ich sie. Tamara Freudenthal präsentierte viele interessante Ansätze. Auch kleine praktische Übungen, um Luftströme richtig zu leiten bei den Flöten, durften nicht fehlen.


Die Teilnehmer haben viele gute Ideen mitgenommen und durch den intensiven Austausch untereinander auch Methoden anderer Vereine kennengelernt. 😉